Myome

Myome - ein häufiges Leiden!

Die Gebärmutter hat etwa die Größe und die Form einer kleinen Birne. Das schlanke Ende ragt mit dem Muttermund in die Scheide. Die Gebärmutter besteht aus einer gleichmäßig starken Muskelwand, die an der Innenseite von einer Schleimhaut ausgekleidet wird, und an der Außenseite vom Bauchfell überzogen wird. Die Gebärmutter liegt zwischen Harnblase und Mastdarm. In der Muskulatur der Gebärmutter können sich gutartige Muskelknoten bilden, die Myome. Diese Myome können entweder in die Gebärmutterhöhle hineinwachsen, sich in der Gebärmutterwand entwickeln, oder die Gebärmutter zum Bauchraum hin vorbuckeln. Es kann nur ein Myomknoten die Gebärmutter verändern, aber auch viele Knoten zu einer völlig unregelmäßigen Form der Gebärmutter führen.

Ursache

Die Ursache für die Entstehung solcher gutartiger Myomknoten ist nicht genau bekannt. Allerdings weiß man, dass das Wachstum stark von den Östrogenen, die normalerweise von den Eierstöcken gebildet werden, beeinflusst wird. Etwa 30% aller Frauen nach dem 30. Lebensjahr haben Myome.

Beschwerden

Ein Großteil aller Frauen mit Myomen hat keine Beschwerden. Treten Beschwerden auf, sind dies meist verlängerte, verstärkte Regelblutungen, dadurch Blutarmut, sowie Kreuzschmerzen. Myome können Schwierigkeiten bei der Einnistung einer Schwangerschaft in der Gebärmutterhöhle machen.

Diagnose

Die Diagnose von Myomen wird einerseits durch die Tastuntersuchung im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung, andererseits durch den Scheidenultraschall gestellt.

Behandlung

Die Behandlung von Myomen stellt oft ein vielschichtiges Problem dar, das der Frauenarzt mit der Patientin klären muss. Machen Myome keine Beschwerden und sind auch nicht zu groß, muss man lediglich regelmäßige Ultraschallkontrollen durchführen, um bei einer entsprechenden Wachstumsneigung reagieren zu können. Bei isolierten Myomen gelingt die Entfernung meist mittels Bauchspiegelung (Knopflochoperation) bis etwa 10 Zentimeter Durchmesser. Finden sich mehrere Myome und sind diese etwas kleiner, können auch diese mittels Bauchspiegelung entfernt werden. Bei bestehenden Kinderwunsch und großem Myom oder mehreren Myomen muss die Entfernung der Myome ev. mittels Bauchschnitt durchgeführt werden, um die Wiederherstellung der Gebärmutter besser durchführen zu können. Ist die Gebärmutter sehr stark durch Myome verändert, und möchte die Patientin einen Eingriff, nachdem sie rasch wieder fit ist, kann der gesamt Gebärmutterkörper mittels Bauchspiegelung entfernt werden. Dabei bleibt der Gebärmutterhals zurück. Es kommen danach nur selten Regelblutungen vor. Auch scheint durch die teilweise Erhaltung des Aufhängeapparates der Gebärmutter das sexuelle Empfinden weniger beeinträchtigt und auch Scheidenvorfälle seltener. Die klassische Art der Behandlung, der durch Myome veränderten Gebärmutter stellt die Entfernung derselben durch die Scheide dar. Gleichzeitig können dabei Senkungszustände behoben werden. Ist die Gebärmutter für eine reine Entfernung durch die Scheide zu groß, kann man dieses Vorgehen durch eine Bauchspiegelung unterstützen, und dabei die Gebärmutter soweit beweglich machen, dass sie schlussendlich doch durch die Scheide entfernt werden kann. Nur wenn die Gebärmutter durch sehr große Myome etwa kindskopfgroß wird, muss sie mittels Bauchschnitt entfernt werden. Die Eierstöcke werden, wenn sie unauffällig sind, in der Regel immer belassen. Myome bis maximal 3 Zentimeter Größe, die in die Gebärmutterhöhle vorragen, können mit einer elektrischen Schlinge im Rahmen einer Gebärmutterspiegelung herausgeschnitten werden. Die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit ist abhängig von der Größe der Operation. Das ist bei einer Bauchspiegelung naturgemäß rascher der Fall, etwas länger dauert es bei einem Vorgehen von der Scheide aus, und am längsten natürlich bei einem Bauchschnitt, wobei hier die längere Rekonvaleszenz durch den Schnitt in der Bauchdecke verursacht wird.