Intrauterinball

Hormonfreie Verhütung

Bisherige IUD´s und IUS- mit Ausnahme des GyneFix® basieren auf der T-Form. Trägermaterial für das Kupfer beim Intrauterinen Ball (IUB) ist NITRINOL, eine sogenannte Formgedächtnislegierung, d.h. der Draht nimmt in entspanntem Zustand bei Raum- bzw. Körpertemperatur eine vorgegeben Form (Ball) an. Diese Eigenschaften macht sich die Gefäßchirurgie seit langem beim Implantieren von Stents zunutze. Der für den IUB verwendete Nitrinol Draht ist mit einer weißen Polymerschicht ummantelt. Auf dem Draht sind 17 Kupferkügelchen mit einer Gesamtoberfläche von 300 mm2 aufgefädelt. Die Kugel an der Spitze sitzt wie eine Kappe auf dem Ende des Nitrinol-Drahtes und macht ihn so atraumatisch. Die unterste Kugel ist ebenso fest mit dem Draht verbunden, die anderen sind frei beweglich.

Vor dem Einsetzen befindet sich der IUB in einem Führungsröhrchen, das sich auch bei Frauen, die noch nicht geboren haben, meist relativ schmerzfrei einsetzen lässt. Sobald das Röhrchen korrekt platziert ist, wird der IUB mit dem Inserter herausgeschoben und der Draht bildet ein dreidimensionales Gebilde, einen Ball, mit einem Durchmesser von 12 mm.

Zur Entfernung des IUB findet sich am Ende ein monofiler Rückholfaden. Das Einsetzen eine IUB kann auch durchgeführt werden, um eine Schwangerschaft nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr im Nachhinein zu verhindern. Als Notfallverhütung zeichnet sich der Intrauterinball mit hoher Sicherheit aus.

Intrauterinball

Um eine gute Wirksamkeit zu erlangen, sollte das Einsetzen als Verhütungsmethode im Nachhinein bis spätestens fünf Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgen. Direkt im Anschluss kann diese Verhütungsmethode bis fünf Jahre fortgesetzt werden, sodass fortan ein langfristiger sicherer Verhütungsschutz besteht.

Nach der Geburt sollte man ca. 3 Monate mit der Einlage warten. Das Einsetzen des Balles kann eventuell mit Schmerzen verbunden sein. Zuvor angewendete Medikamente zur zusätzlichen Weitung des Muttermundes oder eine Betäubung können schmerzlindernd wirken. Infektionen der Genitalorgane, zum Beispiel Eileiterentzündungen, kommen bei Frauen, die mit dem Ball verhüten, per se nicht häufiger vor als bei Frauen, die andere Verhütungsmethoden anwenden. Die Expulsionsrate beträgt, wie bei allen intrauterinen Systemen, ca. 5%.

Kontraindikationen: Schwangerschaft, Gebärmutterfehlbildungen, Krebsvorstufen am Gebärmutterhals, unklare genitale Blutungen;

Nach 4-12 Wochen sollte der Sitz der Spirale kontrolliert werden. Danach sind ½ jährliche Kontrollen sinnvoll.

Die Kosten werden von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen.

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