Osteoporose

Osteoporose - Knochenschwund!

Als Osteoporose bezeichnet man eine Knochenerkrankung, bei der über Jahre die Dichte und Stabilität des Knochens abnimmt. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Jede 3. Frau und jeder 6. Mann erkranken im Verlauf ihres Lebens daran. Betroffen sind Frauen vorallem nach den Wechseljahren. Die Osteoporose äußert sich bei Beginn der Erkrankung zunächst nicht. Später treten Beschwerden vorwiegend im Bereich des Rückens auf.

Entstehung und Ursachen

Erbliche Belastung, Einnahme von Cortisonpräparaten über längere Zeit,calciumarme und zu phosphatreiche Ernährung, Verdauungsstörungen mit chronischen Durchfällen, Vitamin D-arme Lebensweise (Ernährung und Sonne), mangelnde Bewegung, sowie der bekannte Östrogenmangel.

Vorbeugung

Bewegung, eine entsprechende Calciumzufuhr (1000mg Calcium pro Tag ist notwendig, dies ist in 0,5 Liter Milch und 4 dag Emmentaler enthalten), weiters Calciumreiches Mineralwasser, Grüngemüse wie Kohl, Brokkoli oder Lauch, weiters Vitamin D, das vor allem in Seefisch enthalten ist. Vitamin D wird aber auch in unserer Haut durch den Einfluß der Sonne gebildet. So reicht während der Sommermonate ein 10minütiger Aufenthalt in der Sonne mit Bestrahlung von Händen und Gesicht aus, um den Vitamin D Tagesbedarf zu decken. Meiden sie phosphatreiche Lebensmittel wie Cola oder Schmelzkäse, da dadurch die Calciumaufnahme gehemmt wird. Bei bekannten Risikofaktoren sollte eine Hormonbehandlung frühzeitig begonnen werden.

Früherkennung

Der für die Osteoporose charakteristische Knochenschwund kann bei gefährdeten Menschen durch eine Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) festgestellt werden.

Behandlung

Vorweg muss gesagt werden, dass Osteoporose nicht heilbar ist. Man kann lediglich den Krankheitsverlauf verlangsamen oder ganz aufhalten.

Östrogene

Durch eine entsprechende Zufuhr können die knochenaufbauenden Zellen so angeregt werden, dass ein Gleichgewicht zwischen Knochenabbau und Aufbau entsteht und so die Erkrankung zum Stehen kommt.

Bisphosphonate

Bisphosphonate führen zu einer Hemmung der knochenabbauenden Zellen und damit wiederum zu einem Gleichgewicht zwischen Ab- und Aufbau.

Calcitonin

Calcitnin führt zu einer Verringerung der Calciumfreisetzung aus dem Knochen.

Evista

Ein völlig neuer Wirkstoff, der einerseits wie ein Östrogen an Knochen und Herzkreislaufsystem wirkt, andererseits aber an Brust oder Gebärmutter keine östrogene Wirkung entfaltet, also auch keine Wechselbeschwerden bekämpfen kann.

Schmerzmittel

Schmerzmittel sind bei schweren Formen unbedingt erforderlich.

Physiotherapie

Physiotherapie ist ebenfalls bei schweren Formen erforderlich, da durch die starken Schmerzen Muskelverspannungen auftreten, die nur durch eine entsprechende Bewegungstherapie zu bessern sind.

Vibrationstrainung

Aus der Weltraumforschung weiß man, dass das Training auf einer Vibrationsplatte, wie etwa dem Fitvibe, eine deutliche Stimulation der Knochenbildung bringt und somit eine Verbesserung der Knochendichte erreicht werden kann.